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Die Geschichte der Waldorfschule

Von der Reformschule zur weltweiten Schulbewegung

Die freie Waldorfschule wurde im September 1919 von Emil Molt (1876-1936), dem Besitzer der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik, in Stuttgart gegründet und wurde Modell und Ausgangspunkt einer weltweit wachsenden Schulbewegung. Heute gibt es über 1000 Waldorfschulen und 1600 Waldorf -Kindergärten auf allen Kontinenten der Erde.

Emil Molt wollte mit der "Einheitlichen Volks- und Höheren Schule" vor allem den Kindern seiner Arbeiter zu einem "allgemeinen Menschenrecht auf Bildung" verhelfen. So entstand eine Schule für alle sozialen Schichten, die jedes Kind aufnahm, unabhängig von seiner Herkunft, Konfession und Nationalität.

Rudolf Steiner (1861-1925), Begründer der Anthroposophie, wurde von Emil Molt mit dem Aufbau des pädagogischen Konzeptes betraut. Es begann die Entwicklung der Waldorfpädagogik:

  • Gemeinsamer Unterricht für Jungen und Mädchen
  • Zwei Fremdsprachen ab der ersten Klasse
  • Epochenunterricht (Blockunterricht),
  • Verzicht auf Sitzenbleiben
  • Künstlerische Gestaltung des Unterrichtes
  • Verbinden von allgemeiner und beruflicher Bildung
  • Ausführliche Textzeugnisse

Nach dem Verbot durch das Nazi-Regime, der Enteignung und weitgehenden Zerstörung der Gebäude im Krieg, begann der Wiederaufbau im Oktober 1945. Heute gibt es in Baden-Württemberg 58, in Deutschland 226 Waldorfschulen.

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