Projektwochen 2012   

Film Projektwoche 2012.

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Kurs: Dokumentation

Kurs Nr. 13 Die Dokumentation

Drei Schüler und eine Schülerin erstellten während der Projektwoche 2012 eine Dokumentation der verschiedenen Kurse. Dabei bekamen sie durch Herrn Berg einen Einblick in die journalistische Arbeit. Alle stellten sich der Anforderung, schnell, exakt und prägnant zu schreiben. Dass diese Arbeit manchmal hart sein kann (Termindruck!), aber auch sehr befriedigend ist (fertige Zeitung), hat jeder in der Gruppe erfahren. In ihrer ersten Redaktionssitzung machte sich die Gruppe Gedanken darüber, wie man die Projektwoche am besten festhalten und dokumentieren kann. Auch Leute die nicht bei den Projekten dabei waren, sollten einen Einblick bekommen, was in den anderen Kursen getan wurde. Aufgaben wurden verteilt und bald war klar, wer für welches Projekt verantwortlich ist, wann Fotos gemacht werden, wieviel Platz ein Artikel bekommt und wie man am besten ein Interview führt. Für die Dauer des Projektes konnten nicht alle Wünsche berücksichtigt werden – aber vielleicht gibt es ja bald ein Redaktionsteam und eine richtige Schülerzeitung.... Alle Gruppen wurden besucht. Dabei wurden Interviews geführt, Notizen gemacht und – wichtigste Aufgabe eines Journalisten – genau beobachtet und nachgefragt. Sogar eine Kamera kam zum Einsatz. Sehr hilfreich war, dass alle Kurse ihre Türen öffneten und Kursleiter und Teilnehmer gerne Rede und Antwort standen. Leider gab es in diesem Jahr acht Kurse die entfallen sind, was schade ist. Aber auch bei fünfzehn Kursen ist schon einiges im Schulhaus los.

 Kurs Nr. 2 Finanzen eine Bewusstseinsfrage

Vor allem Schüler der 12b nahmen das Angebot von Dr. Hardorp an, grundsätzliches zum Verständnis finanzieller Vorgänge zu erläutern. Dass in diesen Vorgängen ganz allgemeingültige Lebensgesetze zum Ausdruck kommen, hat alle sehr beeindruckt. Der Kurs beschäftigte sich mit dem Lesen und Verstehen der Finanzen. Es wurde auch über das Kapital gesprochen, was es ist und wie es überhaupt zustande kommt. Das Bewusstsein spielt dabei eine große Rolle. Man muss sich über etwas bewusst werden, was man nicht wirklich sieht. Die Atmosphäre ist ruhig und entspannt. Es fliegen einige Wörter durch den Raum: Unternehmer, Investition, Zahlungsbedingungen, Eigenkapital, Zahlungsfähig, Konsum. Wenn man von Konsum spricht, muss man auch mit Konsumenten sprechen. Diese Begriffe kommen nie alleine. Bei dem Konsum geht es um den Wert einer Wirtschaft. Der Konsument kauft durch sein Geld Produkte dieser Wirtschaft. So funktioniert das im Groben. Aber im Einzelnen ist es natürlich viel komplizierter. So konnten sich die Teilnehmer einen ersten Eindruck verschaffen und ein Verständnis beispielsweise dafür gewinnen, dass das Eigenkapital die Kompetenz eines Unternehmens ab bildet, da hier zum Vorschein kommt, ob das Unternehmen sich finanziell noch halten kann. Oder dass die Bilanz eines Unternehmens, die sich bei einer Formel ergibt, idealerweise nie unter 1/3 liegen sollte. Insgesamt öffneten sich für manch einen Teilnehmer völlig neue Perspektiven und für alle eine im Alltag ungewohnte aber durchaus auch künftig zu pflegende neue Sichtweise auf die Welt. Vielen Dank an Herrn Hardorp und Frau Lasnier für den interessanten Einblick in eine bislang unbekannte Welt.

Joshua Nerz

 Kurs Nr. 5 Der Kampf mit dem Kabel

Der Netzwerkkurs Herrn Jacobsen und Herrn Luz wurde im ganzen Schulhaus wahrgenommen. Aber was verbarg sich hinter dem Rattern der Schlagbohrmaschine, die alle Wände erzittern ließ? Es war eine besondere Herausforderung, der sich die große Gruppe mit dem Erneuern des Computerraumes sowie dem Ausbau des schulinternen Netzwerks machte. Im Computerraum wurde sofort alles zerlegt und geputzt, während im Flur schon die Kabel zum Verlegen gerichtet wurden. Man arbeitete zügig, denn man wusste nicht, was einen überraschen könnte. Es galt, die Glasfaserkabel immer vom „Serverraum“ aus zu verteilen. In Richtung des kleinen Werkhauses, des großen Werkhauses und zu den Arbeitsräumen im B-Haus. Während der Arbeiten im Haus, konnte man die gesamte Deckenkonstruktion sehen, denn dort wurde das Glasfaserkabel verlegt. Eine harte Arbeit war vor allem das Kabelziehen auf der Leiter. Der Computerraum ist nun „upgedated“. Alles wurde neu verkabelt. Dank allen Teilnehmern und den Leitern, die mit der Durchführung dieses Projekts allen Schülern und Lehrern das künftige Arbeiten erleichtert haben.

Joshua Nerz

Kurs Nr. 6 Maskenbau – vom Tonmodell zur Maske

Um eine Maske herzustellen braucht es viele Arbeitsschritte. In Kurs 6 lernten die Teilnehmer unter der genauen Anleitung von Herrn Weidenbusch, eine Maske nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Ursprünglich wollte Herr Weidenbusch mit den Schülern zu Beginn des Kurses in ein Museum gehen, um ihnen anhand von Beispielen ein paar Fakten zum Maskenbau zu vermitteln. Leider musste dieser Teil des Kurses wegen Zeitmangels gestrichen werden. Um trotzdem einen Einblick in den Vorgang des Maskenbildens zu bekommen, bat ich Herrn Weidenbusch, mir jeden Arbeitsschritt zu erklären. In den folgenden Tagen konnte ich die Umsetzung der Arbeitsschritte im Kurs verfolgen. Am ersten Tag wurde die Form der Maske ausgesucht und dann aus Ton gebildet. Am zweiten Tag erstellten die Schüler ein Gipsnegativ und verstärkten die Maske mit einem Stoffstück. Die Arbeit des dritten Tages bestand darin, die Maskenform aus Ton aus dem Gipsnegativ zu holen und diese danach zu säubern. Am vorletzten Tag wurde das Gipsnegativ mit Kautschuk, einem Gummigemisch, ausgegossen. Am fünften und letzten Tag wurde die endgültige Maske aus Kautschuk aus dem Gipsnegativ geholt. Dann wurden die Augen und der Mund ausgeschnitten und die Maske je nach Belieben geschminkt. So entstanden Masken, wie sie im Film und Fernsehen benutzt werden. Der eine oder andere sieht Masken und Maskenbau jetzt vielleicht mit anderen Augen und stattet den Vorbildern im Museum einen Besuch ab. In jedem Fall war der Kurs ein großer Erfolg und hat den Teilnehmern viel Spaß gemacht.

Paul Jaser

Kurs Nr. 7 Rudolf Steiner und die Anthroposophie

Wer schon immer wissen wollte, wer eigentlich Rudolf Steiner war und was es mit der Anthroposophie auf sich hat, konnte im Kurs von Herrn Südhof Fragen stellen und das „Selberdenken“ üben. In dem Kurs, in dem eine ruhige Stimmung herrschte, ging es hauptsächlich um das Denken. Natürlich damit verbunden auch um die Anthroposophie. In der ersten Stunde wurde lebhaft über die verschiedensten Themen der Anthroposophie gesprochen. Danach wurde auch eine Stunde mit dem Körper geübt. Praktisch heißt das dann Eurythmie… In den Gesprächsthemen ging es darum, wie man das Denken schulen kann. Man kam darauf, dass man Anthroposophie nicht als Regel auswendig lernen kann, denn es geht eigentlich um freies Denken. Das bedeutet zum Beispiel, dass es beim Bauen unter anthroposophischen Gesichtspunkten auch rechte Winkel geben kann – wenn man es organisch begründen kann. Es gibt keine „Verbote“, da es ja eine Sache ist, in der man selber frei denken soll und überlegen, wie man es gestaltet. Manche nehmen Rudolf Steiners Worte einfach zu wörtlich und nicht als Anregung zu eigenem Denken. Übungen zum freien Denken, waren unter anderem das Anschauen von Wolken, um dann ihre Veränderung auf den nächsten Tag zu beobachten. Da ging es dann auch nicht darum, etwas ganz bestimmtes dabei herauszufinden, sondern über die Wahrnehmung zu einer Form des Denkens zu kommen, das die Vorstellung überwindet. In der Eurythmie waren die Übungen und Themen extrem frei. Alle waren konzentriert bei der Sache und lernten letztendlich neue Seiten bei sich selbst kennen.

Joshua Nerz

Kurs Nr. 9 Bandprojekt

Was ist bei einer Band wichtig, wie fängt man an ein Stück zu üben und wie schnell kann aus einem Vorschlag ein richtig gut klingendes „Cover“ hervor gehen. Damit beschäftigten sich die Teilnehmer des Bandprojekts. Ein weiterer Kurs der Projektwoche war ein Bandprojekt, geleitet von Herr Geopfrich. Wir stellten ihm folgende Fragen: Stimmt es, dass sie in einer Band spielen und wenn ja wie lange bereits? - Ja, ich spiele in einer Band. Seit 10 Jahren spiele ich in der Band „ Dr. Teeth “, mein Instrument ist der Bass, jedoch habe ich in Projektwoche den sonst unbelegten Job der E-Gitarre/Solo-Gitarre übernommen. Gab es anfängliche Schwierigkeiten? - Nein, eigentlich hatten wir erstaunlicher Weise recht wenig Schwierigkeiten. Wir haben innerhalb von 1 Woche 4 Songs geschafft, das ist eine sehr gute Leistung! Woher haben sie Instrumente, Verstärker etc. ? - Bis auf das Schlagzeug, das Saxophon und 2 Gitarren ist der Rest aus meinem Privatrepertoire . Die Band bestand aus 1 Schlagzeug, 1 Saxophon, 2 Gitarren, 1 Bass, 1 Keyboard und Percussion. Wer ist auf die Idee für dieses Projekt gekommen und wird es auch nach dieser Woche weiter geführt? - Die Idee für dieses Projekt kam von mir , ich wollte schon immer einmal eine Schulband auf die Beine stellen und habe mir mit diesem Projekt einen kleinen Traum erfüllt. Wenn sich genügend Schüler für eine vollständige Bandbesetzung melden würde, würde ich dieses Projekt sehr, sehr gerne weiterführen. Die Band “ One Band for one Week“, war ein großartiges Projekt, was uns alle sehr begeistert hat. Bei Interesse in einer Schulband mitzuwirken, gäbe es Möglichkeiten eine „echte“ Schulband zu gründen. Herr Göpfrich stellt sich als Leiter zur Verfügung. Gesucht werden momentan noch ein Leadgitarrist und ein Schlagzeuger, sowie jeder Andere, der Interesse daran hat. Einfach bei Hernn Göpfrich melden. Tanja Eisele

 Kurs Nr. 10 “Girls only!“ Fitnesskurs

Mädchen sind anders als Jungen. Warum also nicht einen Fitnesskurs entwickeln, der speziell auf die Wünsche von Mädchen zugeschnitten ist? Das dachten sich Sarah Ochwat und Frau Yeryomko. So boten sie in der Projektwoche einen Fitnesskurs an – exklusiv für Mädchen! Der Kurs für Mädchen basiert auf zwei verschiedenen Teilen. Teil eins ist eine Art Bauch, Beine, Po Trainingseinheit. Auf Yogamatten werden Körperteile gezielt bearbeitet und gefördert. Auch steht dabei die innere Ruhe, Konzentration und das Spüren des eigenen Körpers im Vordergrund. Der zweite Teil besteht dann aus Tanzen, das den Teilnehmern die Beherrschung ihres Körpers und den Muskeln lehren soll. Frau Yerkomko und Sarah Ochwat waren mit ihren Mädels voll bei der Sache. Natürlich stellten wir ihnen auch die Frage, wieso nur Mädchen an diesem Kurs teilnehmen durften!? Wir bekamen erklärt, dass Jungen und Mädchen völlig verschiedene Körper und Muskeln haben. Vor allem aber auch ganz andere Vorstellungen von Training. Das kann man schlecht zusammenführen. Ich besuchte den Kurs mehrere Male in der Woche und jedes Mal hinterließen die Teilnehmerinnen und Kursleiter bei mir einen zufriedenen Eindruck.

Tanja Eisele

Kurs Nr. 11 Fotografie als Ausdrucksmittel

Fotografieren ist mehr als „knipsen“! Vor dem Druck des Auslösers kommt das Konzept. Anders gesagt: Das Bild entsteht im Kopf. In Herrn Hardorp hatten die Teilnehmer des Fotokurses ein gutes Vorbild. Die Kursteilnehmer hatten sich zur Aufgabe gemacht, Themenbereiche zu suchen, die man möglichst ausdrucksstark durch die Fotografie darstellen kann. Zuerst musste ein Konzept entworfen werden, wie man beim Fotografieren vorgehen wollte. Die ersten Tage waren alle sehr viel unterwegs um zu fotografieren. Die letzten zwei Tage traf man sich zur Nachbearbeitung in der Metallwerkstatt. Herr Hardorp gab verschiedene Themenvorschläge: „Menschen“, „Bahnhof“, oder „Regenschirme bei Regen“. Ob diese Vorschläge so umgesetzt wurden oder eigene entstanden war aber nicht so entscheidend. Wichtig war, selbst zu überlegen, wie das Bild später aussehen soll. Schwarz / Weiß oder Bunt, mit mehr oder mit weniger Unschärfe. Herr Hardorp war anfangs überrascht, wie viele Teilnehmer mit „normalen“ Digitalkameras kamen. Er wollte ursprünglich mehr mit den Eigenschaften einer Spiegelreflex Kamera arbeiten. Dies stellte sich jedoch nicht als großes Problem heraus, veränderte aber den Stil der Fotografien. Während der letzten beiden Tage hatte die Gruppe Zeit ihre „Werke“ zu bearbeiten. Die Atmosphäre dabei war ruhig. Alle waren aufmerksam dabei, zu schauen, was man beispielsweise mit wenigen Änderungen in den Farbeinstellungen erreichen kann.

Joshua Nerz

Kurs Nr. 12 Mädchen Fußball

„Kick it like Beckham“ das Motto galt auch für unsere Mädchen, die sich einen eigenen Kurs in der Projektwoche gewünscht haben. Geleitet wurde er vom Sportlehrer Herr Kempf, der selbst mal begeistert Fußball gespielt hat. Er erklärte uns, dass er natürlich auch viele Anfragen von Jungs gehabt hätte, jedoch mal etwas Neues anbieten wollte und so entstand der Kurs: „Fußball für Mädchen“. Erstaunt stellten wir fest, mit welcher Begeisterung und wie viel Interesse die Mädchen auf dem Feld rannten und alles gaben. Herr Kempf erzählte, dass er bereits am 2. Tag erhebliche Fortschritte ausmachen konnte und die Mädels sehr aufmerksam alle Regeln lernten und mit Erfolg umzusetzen versuchten. Ihm lag am Herzen, mit den Mädchen auch Theorie und die Entwicklung des Rugby zum Fußball zu besprechen, und überhaupt die Entwicklung des Fußballspiels. Jedes Mal, wenn wir die Fußballerinnen besuchten, konnten wir beobachten mit wie viel Elan sie versuchten den Ball zu ergattern, das Spielfeld in ihren Besitz zu kriegen und den Gegner aus zu tricksen. Jeden Tag konnten wir weitere Fortschritte in Technik und Spielaufbau feststellen. Zieht euch warm an, Jungs – das nächste Turnier kommt bestimmt!

Tanja Eisele

Kurs Nr. 14 Gestaltung der Arbeitsräume

Die neuen Oberstufenräume brauchten dringend eine Gestaltung. Da waren sich Schüler und Lehrer einig. Gleich zwei Kurse nahmen sich dieser Aufgabe an. Kurs Nummer 14 und 14b beschäftigten sich mit der Gestaltung der Aufenthaltsräume, der Oberstufe im B-Haus. Diese Arbeit war schon längst fällig, da die Schüler sich beschwerten: „Die Räume seien zwar da, aber man würde sich dort nicht gerne aufhalten!“ Der eine Kurs wurde von Herrn Fischle betreut. Parallel lief noch der Kurs 14b, der die gleiche Aufgabe übernahm, aber von den Schülern der Klasse 11a selbständig geleitet und organisiert wurde. Den Schülern wurde die Gestaltung selbst überlassen. Mit viel Einsatz und Teamwork machten sich die Schüler an die Arbeit. Zuerst wurden die Räume von der alten Farbe befreit und weiß gestrichen, in einem Raum wurde sogar eine Zwischenwand eingerissen um das Zimmer größer zu gestalten. Danach begann man, die Wände farbenfroh zu gestalten, wobei sich auch die Gruppe ohne Betreuer sehr geschickt anstellte. Die Frage ob bei der nächsten Projektwoche vielleicht weitere neu entstandene Räume gestaltet werden könnten, bejahte Herr Fischle.

Paul Jaser

Kurs Nr. 15 Golfen wie die Profis?

Nicht jeder hat das Glück, von einem 3fachen DMM Sieger und Gewinner der LAVAZZA Open in der Altersklasse 18 die ersten Golfschläge gezeigt zu bekommen. Es sei denn, man hat Maximilian Bögel als Mitschüler und einen Golfplatz in unmittelbarer Nähe der Schule! Max leitete den Kurs zusammen mit unserem Sportlehrer Herr Genaro. Da Max schon lange und gut golft, hat er gute Verbindungen zum Betreiber des Platzes, wodurch der Kurs für die Teilnehmer erheblich billiger wurde und nur so für einen Kurs in der Projektwoche finanzierbar war, denn Golfbälle, Eintritt und Ausrüstung sind doch recht teuer. Als wir die Frage stellten, ob sich jeder Golfen leisten könne, bekamen wir von Max die Antwort, dass Golfen als Hobby 1-2mal pro Woche durchaus bezahlbar wäre, will man jedoch als Profi golfen und wird vom Club noch nicht unterstützt, können sich die Kosten im Jahr schnell auf bis zu 20.000€ belaufen. Max erklärte uns, dass er schon sehr früh als Kind einen Golfschläger in der Hand hielt und sein Erfolg im Golfen auf jahrelanger Übung basiert. So versicherte er uns, dass er den Teilnehmern zwar ein wenig Einblick in das Golfen ermöglichen könne, sie aber wahrscheinlich nie Profis werden könnten, da ihnen z.B. der richtige Schwung im Arm fehlen würde. Dazu kommt, dass zum Golfen ein dreimal wöchentliches Kraft- und Ausdauertraining gehöre. Unsere Frage ob der Kurs nach der Projektwoche noch weiter laufen könnte, verneinte er mit der Begründung, dass dafür leider die nötige Finanzierung fehlt, obgleich bei allen Teilnehmern durchaus Interesse daran bestehen würde. So bleibt es wohl zunächst bei einem kurzen „Schnupperkurs“ in diesem sehr interessanten, oft unterschätzen, anspruchsvollen Sport. In jedem Fall hat Max nun eine Fangruppe mehr, die ihm für seine nächsten Turniere kräftig die Daumen drückt, wenn der Ball mal wieder im Bunker landet!

Timon Wirtz

Kurs Nr. 19 Mosaiktische – Neue Arbeitsplätze für die Schule

Arbeitsplätze müssen nicht nur praktischen Anforderungen gerecht werden. An schön gestalteten Tischen arbeitet es sich gleich noch mal so gut. Unter der Leitung von Frau Skeirek entstanden während der Projektwoche wunderschöne Mosaiktische. In der letzten Zeit wurden immer mehr neue Arbeitsplätze im Schulhaus eingerichtet. Allerdings waren die alten Arbeitstische, soweit vorhanden, nicht mehr zu gebrauchen oder sahen einfach nur miserabel aus. Um dieses Problem zu beheben organisierte Fr. Skeirek den Kurs 19, der den Bau von Mosaiktischen übernahm. Vier neue Tische entstanden während den Projekttagen. Dazu wurden vorbereitete Spanplatten mit Fliesenkleber bestrichen und dann direkt mit Mosaiksteinen in verschiedenen Anordnungen belegt. Auf diese Weise entstanden sehr schöne Bilder und Muster. Anschließend wurde der Tisch geebnet, indem die Schüler Fugenmasse in die Ritzen einarbeiteten. So wurden Unebenheiten in den neuen Tischflächen vermieden, über die sich bei den alten Tischen viele Schüler beschwert hatten. Die Ergebnisse dieser Arbeit waren äußerst zufriedenstellend und haben nicht nur neue Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch das Schulhaus ein kleines Stück schöner gestaltet.

Paul Jaser

Kurs Nr. 20 Gebärdensprache

Selbst von Geburt an taub-stumm, bot Georg Eberhart interessierten Schülern an, die Grundkenntnisse der Gebärdensprache kennen zu lernen. Dabei konnten alle Teilnehmer lernen, dass „Verstehen“ und „Verständlich sein“ nicht nur mit „Sprechen“ und „Zuhören“ zu tun haben. Die Schwierigkeit des Kurses lag in der Verständigung zwischen Kursleiter und Teilnehmern. Man verständigte sich durch die bereits gelernten Gebärden oder durch Texte an der Tafel. Die allgemeine Stimmung innerhalb des Kurses war recht locker und ausgelassen. Aufmerksam verfolgten die Schüler Herr Eberharts Kurs und eigneten sich von Tag zu Tag mehr Wissen an. In einer Pause führten wir ein kurzes Interview mit Herrn Eberhart: Warum bieten sie diesen Kurs an? / Und wie sind sie darauf gekommen? – Herr Jäger hatte zuerst Herrn Oedingen, den 1. Vorsitzenden des Gehörlosenvereins Mannheim gefragt, ob er Gebärdensprache anbieten wolle. Herr Oedingen war jedoch verhindert und hat mich gefragt. Ich freue mich, diesen Kurs anbieten zu können weil es schön ist, wenn junge Menschen einen Zugang zur Gebärdensprache finden. Haben sie den Eindruck, dass ihr Kurs den Schülern Spaß macht und sie etwas lernen bzw. dass sie Fortschritte machen? – Ja ich denke schon, dass die Schülerinnen und Schüler Spaß haben. Sie sind sehr interessiert, stellen viele Fragen und lernen schnell. Fällt es ihnen schwer sich mit ihren Mitmenschen im Alltag zu verständigen und zu kommunizieren? - Mit anderen Menschen in Gebärdensprache zu kommunizieren ist für mich natürlich kein Problem, leider können nur wenige die Gebärdensprache. Da ist es manchmal für mich im Alltag schwierig. Natürlich kann ich Einkaufen und alle Dinge unternehmen, die auch hörende Menschen machen können. Einfache Kommunikation, z. B. beim Bäcker, klappt meistens, aber bei intensiverem Austausch muss dann auch kurz mal was aufgeschrieben werden.

Timon Wirtz

Kurs Nr. 21 Aikido

Sehr viele Schüler wählten Aikido als Kurs in der Projektwoche. Wir fragten einen Teilnehmer: Was ist Aikido überhaupt? – Aikido ist eine Japanische Kampfkunst, die aus verschiedenen japanischen Kampfsportarten zusammengesetzt wurde, wie z. B. aus Karate und Judo, es stammt aus dem 20. Jahrhundert. Im Aikido geht es um die innere Stabilität und Ruhe. Man will seinen Gegner niemals verletzen, nur außer Gefecht setzen. Was macht ihr in dem Kurs?/ Womit beschäftigt ihr euch? – Begonnen wird der Kurs täglich mit Gymnastik und Spielen zum Aufwärmen. Bis zur Pause um 12 Uhr werden dann ausgiebig Fall-und Wurfübungen durchgeführt. Nach der Pause um 12:30 Uhr wird wieder aufgewärmt. Danach werden die verschiedenen Techniken weiter vertieft.

Timon Wirtz

Kurs Nr. 22 Stromkästen in neuem Gewand

Wem ist nicht schon aufgefallen, dass die Stromkästen am Straßenrand sehr viel schöner sein könnten, wenn sie farbig gestaltet würden. Wie das aussehen könnte, war Thema des Kurses von Frau Gütermann. Der Kurs befasste sich also nicht direkt mit der Bemalung von Stromkästen, wie es angegeben war, sondern mit der Vorbereitung dieser Aktion. Da es deswegen mehrere Missverständnisse gab, bat ich die Leiterin des Kurses Fr. Gütermann, mir alles noch einmal zu erläutern. Wie sie mir erklärte, würde es demnächst einen Wettbewerb geben, an dem mehrere Gruppen teilnehmen. Jede Gruppe darf bis zu sieben Entwürfe einschicken. Eine Jury begutachtet dann diese Bilder und ernennt einen Gewinner. Diesem Gewinner wird dann die Aufgabe zugeteilt, sieben Stromkästen mit den davor eingereichten Bildern zu bemalen. Ich erkundigte mich auch wie unsere Chancen gegenüber den anderen Gruppen seien und stellte fest, dass wir den anderen um einiges voraus sind. Wir können also hoffen, dass wir gewinnen und drücken in jedem Fall unseren Teilnehmern die Daumen.

Paul Jaser

Kurs Nr. 23 Selbstverteidigung für Mädchen

In einem Kurs, der sich ausschließlich an Mädchen richtete, wurden spezielle Verteidigungstechniken gezeigt. Geleitet von dem ausgebildeten Gewaltschutztrainer und 1. Vorsitzenden des Budo-Club R.N.e.v. Richard Seipp waren alle Teilnehmerinnen voller Begeisterung bei der Sache. Kursleiter Seipp, Karate-Schwarzgurtträger, erklärte zu Beginn, dass es diesen Kurs durchaus auch für Jungen gäbe, diese jedoch andere Trainingsformen bevorzugen und Jungen und Mädchen deshalb besser getrennt trainieren. Auf die Frage hin, wer ihn auf diesen Kurs und überhaupt auf die Waldorfschule aufmerksam machte, ging ein leichtes Schmunzeln durch die Runde. Es stellte sich heraus, dass der Kontakt durch Fr. Skeirek zustande gekommen ist. Sie hatte früher mit Herr Seipp zusammen in einem Verein trainiert. In dem Kurs ging es darum, jungen Frauen beizubringen, sich in schwierigen Situationen selbst verteidigen zu können und, wenn nötig, auch einen Gegenangriff zu starten. Herr Seipp zeigte den Mädchen die einfachsten Griffe, um ihren eventuellen Gegner, wenn auch nur kurz, außer Gefecht zu setzen. Die Frage, ob der Kurs Teilnehmerinnen und Kursleiter Spaß machen würde, bejahte die Runde spontan und überzeugend. Alle hinterließen einen sehr zufriedenen Eindruck. Offensichtlich ein sehr gelungenes Kursprojekt.

Tanja Eisele

Kurs Nr. 24 Biologie und Kunst

In diesem Kurs, ging es um das erstellen einiger Modelle oder Plakate. Zu Beginn der Projektwoche gab es noch ein paar Schwierigkeiten, was soll man denn darstellen? Nach einigen Überlegungen kam man auf ganz spezielle Ideen. So entstanden beispielsweise ein Rückenwirbel aus Ton oder eine sehr realistische Darstellung von Hautkrebs in einem viel größeren Maßstab. Zu den Modellideen machte man sich Gedanken, wie funktionieren diese Modelle in Wirklichkeit? Was ist dabei genau der Vorgang? Was passiert dadurch? Nachdem diese Fragen geklärt wurden, fing man mit der praktischen Arbeit an. Geeignete Materialien wurden eifrig gesucht. Auf die Frage warum man denn diesen Kurs angeboten hatte, erklärte Frau Weißhaar wie gut man mit Modellen lernen kann. Wenn man sie selber baut oder auch nur ansieht, ist es immer eine Bereicherung. Während der ganzen Zeit bewiesen die Teilnehmer ihr Durchhaltevermögen. Auch kleinste Fehler wurden mit äußerster Vorsicht verbessert. Am Ende der Woche zeigte sich, was alles entstanden ist. Es gab wunderschöne Plakate und sehr gelungene Modelle.

Joshua Nerz

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2012 Projektwoche: Dokumentation

Drei Schüler und eine Schülerin erstellten während der Projektwoche 2012 eine Dokumentation der verschiedenen Kurse. Dabei bekamen sie durch Herrn Berg einen Einblick in die journalistische Arbeit. Alle stellten sich der Anforderung, schnell, exakt und prägnant zu schreiben. Dass diese Arbeit manchmal hart sein kann (Termindruck!), aber auch sehr befriedigend ist (fertige Zeitung), hat jeder in der Gruppe erfahren. In ihrer ersten Redaktionssitzung machte sich die Gruppe Gedanken darüber, wie man die Projektwoche am besten festhalten und dokumentieren kann. Auch Leute die nicht bei den Projekten dabei waren, sollten einen Einblick bekommen, was in den anderen Kursen getan wurde. Aufgaben wurden verteilt und bald war klar, wer für welches Projekt verantwortlich ist, wann Fotos gemacht werden, wieviel Platz ein Artikel bekommt und wie man am besten ein Interview führt. Für die Dauer des Projektes konnten nicht alle Wünsche berücksichtigt werden – aber vielleicht gibt es ja bald ein Redaktionsteam und eine richtige Schülerzeitung.... Alle Gruppen wurden besucht. Dabei wurden Interviews geführt, Notizen gemacht und – wichtigste Aufgabe eines Journalisten – genau beobachtet und nachgefragt. Sogar eine Kamera kam zum Einsatz. Sehr hilfreich war, dass alle Kurse ihre Türen öffneten und Kursleiter und Teilnehmer gerne Rede und Antwort standen. Leider gab es in diesem Jahr acht Kurse die entfallen sind, was schade ist. Aber auch bei fünfzehn Kursen ist schon einiges im Schulhaus los.

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Finanzen - eine Bewusstseinsfrage

Vor allem Schüler der 12b nahmen das Angebot von Dr. Hardorp an, grundsätzliches zum Verständnis finanzieller Vorgänge zu erläutern. Dass in diesen Vorgängen ganz allgemeingültige Lebensgesetze zum Ausdruck kommen, hat alle sehr beeindruckt. Der Kurs beschäftigte sich mit dem Lesen und Verstehen der Finanzen. Es wurde auch über das Kapital gesprochen, was es ist und wie es überhaupt zustande kommt. Das Bewusstsein spielt dabei eine große Rolle. Man muss sich über etwas bewusst werden, was man nicht wirklich sieht. Die Atmosphäre ist ruhig und entspannt. Es fliegen einige Wörter durch den Raum: Unternehmer, Investition, Zahlungsbedingungen, Eigenkapital, Zahlungsfähig, Konsum. Wenn man von Konsum spricht, muss man auch mit Konsumenten sprechen. Diese Begriffe kommen nie alleine. Bei dem Konsum geht es um den Wert einer Wirtschaft. Der Konsument kauft durch sein Geld Produkte dieser Wirtschaft. So funktioniert das im Groben. Aber im Einzelnen ist es natürlich viel komplizierter. So konnten sich die Teilnehmer einen ersten Eindruck verschaffen und ein Verständnis beispielsweise dafür gewinnen, dass das Eigenkapital die Kompetenz eines Unternehmens ab bildet, da hier zum Vorschein kommt, ob das Unternehmen sich finanziell noch halten kann. Oder dass die Bilanz eines Unternehmens, die sich bei einer Formel ergibt, idealerweise nie unter 1/3 liegen sollte. Insgesamt öffneten sich für manch einen Teilnehmer völlig neue Perspektiven und für alle eine im Alltag ungewohnte aber durchaus auch künftig zu pflegende neue Sichtweise auf die Welt. Vielen Dank an Herrn Hardorp und Frau Lasnier für den interessanten Einblick in eine bislang unbekannte Welt.

Joshua Nerz

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