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Organisation und Menschen

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Die Gremien der Selbstverwaltung

Im Folgenden wollen wir Ihnen einen Überblick über die Gremien geben, die darüber hinaus Teil der Selbstverwaltung der Schule sind.

Als staatlich anerkannte Ersatzschule sind wir eine öffentliche Schule in freier Trägerschaft.

Wir ersetzen eine staatliche Schule gleichwertig mit einem eigenen Unterrichtsprofil, das mit eigenen Methoden zu den gleichen Abschlüssen der staatlichen Schulen führt. Als öffentliche Schule stehen wir jeder Familie und allen Kindern offen, unabhängig von weltanschaulichen, finanziellen oder kognitiven Gesichtspunkten. Die Freie Trägerschaft bedeutet, dass wir uns inhaltlich und wirtschaftlich selbst verantworten. Dies tun wir wirtschaftlich in Form des Schulvereins der in der Mitgliederversammlung einen Vorstand wählt und inhaltlich in der Schulführungskonferenz, die die pädagogische Leitung der Schule wahrnimmt. Einen Schuldirektor gibt es nicht.

Damit unsere Schule dieser Verantwortung gerecht wird und alle Beteiligten die Möglichkeit haben, ihre Gesichtspunkte zum Wohle der Schule einzubringen, gibt es eine Fülle von Gremien, die der Schulführungskonferenz und dem Vorstand als Vertreter des Schulvereins zuarbeiten.

Da viele Entscheidungen die das Schulganze betreffen, davon abhängen, dass sie von einer großen und nicht nur einer relativen Mehrheit getragen werden, wird bei wichtigen Beschlüssen nicht einfach abgestimmt, sondern nach einer einmütigen Lösung gesucht, die im besten Fall von allen getragen wird. Das erfordert die Bereitschaft zum Gespräch und eine solide Sachkompetenz damit Entscheidungen tragfähig werden.

Nicht alle Belange können von allen zu jeder Zeit besprochen und entschieden werden. Darum gibt es neben der Mitgliederversammlung des Schulvereins und den Konferenzen des Kollegiums verschiedene Gremien, die als Delegationen Entscheidungen vorbereiten oder in dem ihnen gegebenen Rahmen verantwortlich treffen. Diese Gremien und ihre Aufgaben wollen wir Ihnen in ihrem Zusammenwirken kurz vorstellen, damit Sie einen Überblick gewinnen und wissen, mit welchen Fragen Sie sich an welches Gremium wenden können, und wo Sie vielleicht selber gerne mitarbeiten möchten.

Nachdem Ihr Kind in eine Klasse aufgenommen worden ist, werden Sie in der Unter- und Mittelstufe durch die Klassenlehrer, in der Oberstufe durch die Betreuer über die Klassen- und Schulereignisse an den Elternabenden informiert. Diese Elternabende finden ca. alle 6-8 Wochen statt. Sie sind die erste Anlaufstation für Ihre Fragen und der Ort, an dem die Belange Ihres Kindes besprochen werden. Fragen, die Sie nicht in der Runde der anderen Eltern besprechen möchten können Sie auch direkt an den Klassenlehrer oder denBetreuer richten. Darüber hinaus gibt es Arbeitskreise der Schule in denen jederzeit eine Beteiligung möglich und erwünscht ist:

Wer erst seit kurzem an der Schule ist und sich engagieren will, dem bieten sich folgende Arbeitskreise als eine gute Gelegenheit, die Schule besser kennenzulernen:

OFFENE GREMIEN UND ARBEITSKREISE

  • Der Basarkreis,

der Basarkreis freut sich über alle Eltern, die mithelfen, den letzten Samstag im November zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Es gibt eine Fülle von Aufgaben, die zu einem reibungslosen Ablauf beitragen und diesen von Eltern selbst organisierten Weihnachtsmarkt überhaupt erst möglich machen. Ansprechpartnerinen für Ihre Initiative sind Frau Dressler und Frau Feinauer.

  • Der Instandhaltungskreis

Unsere Schule ist im Vergleich zu anderen Schulen sehr gepflegt. Das liegt an der Arbeit unseres Hausmeisters Daniel Ott  und auch an der Arbeit des Instandhaltungskreises. Durch die Arbeit des Instandhaltungskreises können jedes Jahr fünfstellige Kostenfür Fremdfirmen eingespart werden, die diese Arbeiten übernehmen müssten. Vor allem Malerarbeiten an Wänden und Türen, Gartenarbeiten und kleinere Reparaturarbeiten stehen immer wieder an. Der Instandhaltungskreis freut sich über Ihre Mitarbeit. Auf der Homepage der Schule finden Sie einen Onlineplan, auf dem die nächsten Aktionstermine genannt sind und man sich eintragen kann.

  • Die Schulzeitung „Kiesteichente“

Unsere Schulzeitung sucht immer Menschen mit einer „guten Schreibe“. Es ist eine schöne und wichtige Aufgabe, die vielen Ereignisse, Feste, Besonderheiten des Schulalltags zu dokumentieren und damit gebührend zu würdigen. Neue Redakteure, Fotografen, Filmemacher wenden sich an Sebastian Berg. Die neueste Ausgabe finden Sie gleich als Download auf der Startseite unserer Homepage, die älteren Hefte im Onlinearchiv.

  • Der Arbeitskreis „Feste und Feiern“,

In allen Klassenstufen werden an der Waldorfschule den Festen im Jahreslauf besondere Beachtung geschenkt. Wie diese Feste angemessen und fröhlich begangen werden können überlegen sich Menschen im Arbeitskreis Feste und Feiern. Auf Ihr Angebot zur Mitarbeit freut sich Birgit Maier

  • Die Elternschule

Zu Waldorfeltern wird man auch durch die pädagogischen Fragen, die einen während der Schulzeit der eigenen Kinder beschäftigen. Mit anderen Eltern die diese Fragen einer kindgerechten Erziehung und Pädagogik teilen zusammenzuarbeiten kann sehr ergiebig sein. In der Elternschule begleiten die pädagogischen Angebote der Lehrer die Eltern durch die Besonderheiten der Klassenstufen.Die Elternschule will allen Interessierten die Gelegenheit geben, sich mit diesen Themen zu befassen.  und sucht jederzeit Eltern, die diese Themen gemeinsam mit Manon Deiman, Petra Fischer, Renate Haid, Marion Huber, Sabine Knochenhauer und Birgit Neugebauer vorbereiten. Das Programm zur diesjährigen Elternschule erhält Ihr Kind mit der Ranzenpost. Sie können es aber auch über das Sekretariat während den Öffnungszeiten des Schulbüros direkt erhalten.

Weitere Gremien, die eine gewisse Erfahrung des Schullebens voraussetzen:

  • Der Vertrauenskreis

Der Vertrauenskreis wird von Eltern und Lehrern gebildet, die einerseits die Schulabläufe gut kennen und, was noch wichtiger ist, die Fähigkeit mitbringen, bei unterschiedlichen Ansichten von Eltern, Lehrern und Schülern zu vermitteln. Die Wahl der vier Mitglieder des Vertrauenskreis wird durch die Schulkonferenz (Zwei Lehrervertreter) und durch den Elternrat (Zwei Elternvertreter) vollzogen. Aktuell wird nach Wegen gesucht, auch die Schüler mithilfe des Streitschlichterverfahrens mit einzubeziehen.

  • Der Elternrat

Der Elternrat ist eines der wichtigsten Gremien an der Schule. Jede Klasse sendet zwei Vertreter in den Elternrat, der sich einmal im Monat während der Schulzeit trifft. Der Elternrat ist DAS Bindeglied zwischen den Klassen und den Lehrern. Er sorgt für die gute Kommunikation zwischen der Elternschaft und dem Kollegium der Schule. Vielen Entscheidungen in einer Selbstverwaltung gehen ausführliche Gespräche voraus, die nicht nur durch die Klassenlehrer und Klassenbetreuer sondern auch durch den Elternrat in die Elternabende der einzelnen Klasen getragen werden können. In den Sitzungen kann in den Gesprächen zu den schulrelevanten Themen auch ein Stimmungsbild entstehen, können Fragen an die Elternschaft vorformuliert werden oder Fragen an das Kollegium gestellt werden, die insgesamt für die Schulgemeinschaft wichtig sind.

  • Der Schulgestaltungskreis

Im Gegensatz zum Instandhaltungskreis, der vor allem Reperaturarbeiten vornimmt, denken die Mitglieder im Schulgestaltungskreis konzeptionell und machen sich Gedanken, wo beispielsweise ein neuer Spielplatz für die unteren Klassen errichtet werden könnte, welches Farbkonzept die neue Bibliothek haben soll, welche Bilder an den Wänden hängen sollen, oder wie sich die Schaukästen der Schule am schönsten bestücken lassen. Bei der Realisierung der Vorhaben arbeitet der Schulgestaltungskreis eng mit dem Baukreis zusammen. Ansprechpartner ist Frau Delfino, unsere Schulkrankenschwester.

  • Der Baukreis

Jede Waldorfschule baut. Der Baukreis der Schulgemeinschaft bereitet die Bauvorhaben vor, begleitet die Arbeit mit dem Architekten und unterstützt den Geschäftsführer bei der Vorbereitung von Entscheidungen in Kostenfragen. Idealerweise arbeiten die Mitglieder des Baukreises auch beruflich im Bereich Planung/ Bau um in Sachfragen ihre Kompetenz einbringen zu können.

Bestimmte Gremien und Konferenzen werden (anteilig) über den Elternrat besetzt:

  • Der Vermittlungsausschuss, (trifft sich bei Bedarf)

Dem Vermittlungskreis kommt eine besondere Aufgabe zu: Im Falle einer Kündigung des Schulvertrages wird dieses Gremium angerufen um zu prüfen, ob alle Möglichkeiten einer einvernehmlichen Lösung des zugrunde liegenden Problems ausgeschöpft wurden. Dem Vermittlungskreis gehören je zwei Vertreter der Schulführungskonferenz und des Elternrates an. Ohne eine vorliegende Stellungnahme des Vermittlungskreises wird der Vorstand des Schulvereins keinen Schulvertrag kündigen.

  • Der Arbeitskreis Elternbeitrag (AKEB)

Für die meisten Waldorfschulen ist es kennzeichnend, dass es kein festes Schulgeld gibt. Auch die Freie Waldorfschule Mannheim verzichtet auf ein solches festgeschriebenes Schulgeld, da es zu einer Segration der Schüler führen würde, die nicht im Sinne der Waldorfpädagogik sein kann, die grundsätzlich jedem Kind und jedem interessierten Elternhaus offen stehen soll.

Würden die Waldorfschulen entsprechend den Kosten eines Schülers an einer staatlichen Schule bezuschusst werden, könnte nahezu ganz auf einen Schulbeitrag verzichtet werden. Da die Zuschüsse im Durchschnitt jedoch lediglich 70 % betragen, müsste im Grunde ein Schulgeld in Höhe von 500 Euro pro Kind erhoben werden. Für Familien mit mehreren Kindern wären das monatliche Ausgaben von mehreren 1000 Euro. Anstelle eines Schulgeldes dass die niedrigen Zuschüsse des Staates ausgleicht gleicht die Schulgemeinschaft dies auf folgende Weise aus: Durch Gehaltsverzicht auf Seiten der Lehrer, durch größere Klassen (was auch eine Mehrbelastung der Lehrer bedeutet) und einen Schulbeitrag durch die Eltern, der sich an ihren finanziellen Möglichkeiten orientiert. Nur Mitglieder des Arbeitskreises Elternbeitrag führen die Gespräche mit den neuen Eltern zur Selbsteinschätzung. Diese finden erst NACH der Aufnahme des Kindes in die Klasse statt. Ansprechpartnerin für Fragen rund um den Elternbeitrag ist Sandra Cerutti.

  • Die allgemeine Pädagogische Konferenz

Regelmäßig, meist zu Beginn des Schuljahres findet für die Unter- und Oberstufe eine Folge pädagogischer Konferenzen statt, in der auf Grundlage der Waldorfpädagogik aktuelle Themen aus dem Unterricht besprochen werden. Eine Teilnahme als Gast durch interessierte Eltern aus dem Elternrat ist gerne gesehen, setzt aber die verbindliche Teilnahme an diesen Konferenzen voraus.

  • Die Schullebenkonferenz (Plenum)

Auch die Schullebenkonferenz findet einmal in der Woche am Donnerstag im Anschluss an die pädagogische Konferenz statt. Hier werden allgemeine Themen angesprochen, von Pausenaufsichten bis zu organisatorischen Fragen einer Veranstaltung. Auch in dieser Konferenz ist eine Teilnahme durch Vertreter des Elternrates möglich, wenn sie regelmäßig erfolgt.

  • Landeselternrat

Im Landeselternrat treffen sich Eltern der 56 Waldorfschulen aus Baden-Württemberg zum Austausch und um gegenüber der Politik ihre Interessen als Waldorfeltern gemeinsam wahrzunehmen. Außerdem ist es sehr interessant, zu erfahren, wie die Selbstverwaltung an anderen Waldorfschulen funktioniert, wo für die gleichen Fragen unter Umständen ganz unterschiedliche Lösungen gefunden werden. Die Erfahrungen werden ausgetauscht und dienen als Anregungen für die Gespräche im Elternrat der eigenen Schule.

DER SCHULVEREIN

Der Schulverein ist der wirtschaftliche Träger der Schule. Diesem Verein können nicht nur Eltern beitreten, die aktuell ihre Kinder angemeldet haben, sondern alle, die in der Existenz einer Waldorfschule etwas berechtigtes sehen.

Im Gegensatz zu den eben angeführten Gremien, die eine aktive Mitarbeit im Elternrat voraussetzen, nicht jedoch eine Mitgliedschaft im Waldorfschulverein der Freien Waldorfschule Mannheim, ist diese Mitgliedschaft für die beiden folgenden Gremien ausnahmslos die Voraussetzung:

  • Der Vorstand

In den Vorstand kann gewählt werden, wer Mitglied im Schulverein der Freien Waldorfschule Mannheim ist und durch den Beirat empfohlen und vorgeschlagen wird. Die Wahl findet in aller Regel jedes dritte Jahr auf der Mitgliederversammlung des Schulvereins statt. Die Aufgabe des Vorstandes ist es, die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Schule im Blick zu haben und den Bestand der Schule wirtschaftlich zu sichern. Dem Vorstand gehören je drei Vertreter der Eltern und vier Vertreter des Lehrerkollegiums und der Geschäftsführer an. Der Beirat entsendet einen Vertreter als Gast, auch der Öffentlichkeitsarbeiter der Schule nimmt an den Sitzungen die jeden Montagabend stattfinden, teil.

  • Der Beirat

Der Beirat begleitet die Arbeit des Vorstandes und des Kollegiums und gibt seine Empfehlung zu grundsätzlichen Fragen der Schulgemeinschaft, so zum Beispiel, wenn neue Baumaßnahmen anstehen. Dem Beirat gehören neben Vertretern aus dem Kollegium und der Elternschaft oft auch ehemalige Eltern und Lehrer an, die die Entwicklung der Schule über einen langen Zeitraum kennen. Der Beirat wird in jedem dritten Jahr durch die Mitglieder des Schulvereins an der Jahresversammlung bestätigt oder neu gewählt.

DIE KONFERENZEN

Neben Gremien mit Elternbeteiligung gibt es Konferenzen, die dem Kollegium vorbehalten sind. In diesen Konferenzen werden Fragen besprochen, die einzelne Schüler, bestimmte Klassen, eine Klassenstufe, oder aber die ganze Schule betreffen.

  • Die Pädagogische Konferenz

in der pädagogischen Konferenz erarbeitet sich das Kollegium anhand der Grundlagen der Waldorfpädagogik das Instrumentarium für eine zeitgemäße Didaktik. Da es gewolltermaßen keine Möglichkeiten gibt, mittels Noten und der Androhung des „Sitzenbleibens“ Druck auf die Schüler auszuüben, muss eine grundlegende Bereitschaft der Schüler zum Lernen aktiv gefördert werden. Dabei stellt sich immer wieder neu die Frage, WELCHE Unterrichtsinhalte WIE vermittelt werden können, um ein positives Lernklima zu schaffen. Innerhalb des Lehrplans der Waldorfschulen gibt es nicht nur die Möglichkeit zur Variation, es ist im Grunde die ständige Aufgabe für alle Lehrer, den Unterricht immer wieder neu zu denken und die Inhalte sowohl altersgemäß wie zeitgemäß zu vermitteln.

  • Die Klassenkonferenz

In der Klassenkonferenz, die auf Wunsch des Klassenlehrers oder der Klassenbetreuer einberufen wird, werden einzelne Schüler oder die betreffende Klasse betrachtet. Durch die verschiedenen Lehrer, die den Schüler oder die Klasse aus der Perspektive ihres Unterrichtsfaches kennen, entsteht ein charakteristisches Bild, das Hinweise geben kann, was für den Schüler oder die Klasse aktuell an Entwicklungsschritten ansteht. Bei Konflikten lässt sich in der Klassenkonferenz am ehesten feststellen, ob es sich um ein Problem auf der Beziehungseben zwischen Schüler und einem Lehrer handelt, oder aber um eine Problematik, die von mehreren Kollegen so gesehen wird. Der Konflikt kann so im besten Fall auf die sachliche Ebene zurückgeholt werden und gemeinsam bearbeitet werden.

  • Die Fachbereichskonferenz

in der Fachbereichskonferenz tauschen sich die Kollegen einer Fachrichtung aus und besprechen inhaltliche Fragen, die ihr Unterrichtsfach betreffen. Eine Besonderheit der Waldorfschule ist ja der einheitliche Bildungsgang von der ersten bis zur zwölften Klasse, der es möglich macht, die Inhalte eines Fachgebietes als Bogen von der ersten bis zur zwölften Klasse zu konzipieren. Kollegen, die in der gleichen Klassenstufe unterrichten, können sich auch gegenseitig anregen und „Best Praxis“ Beispiele austauschen.

  • Die Unter- und Mittelstufenkonferenz

Die Unter- und Mittelstufenkonferenz umfasst die Schuljahre 1 – 8 und somit die Zeit in der ein Klassenlehrer eine Klasse hauptverantwortlich führt. Zusammen mit den Fachkollegen, die in diesen Jahrgängen unterrichten, wird der Blick auf diese Lebensphase der Kinder gerichtet und fächerübergreifend die Entwicklung einer Klassengemeinschaft oder einer Altersstufe betrachtet.

  • Die Oberstufenkonferenz

In der Oberstufenkonferenz stehen, wie in der Unter- und Mittelstufenkonferenz die Entwicklungen der entsprechenden Altersstufen im Mittelpunkt. In den Klassen 9 – 12 rücken zunehmend Fragen in den Fokus, die einen der möglichen Abschlüsse an der Mannheimer Waldorfschule betreffen. Auch die Auswertung der verschiedenen Praktika, die Erfahrungen der Studienfahrten und verschiedene Veranstaltungen der Oberstufenschüler werden in diesem Gremium besprochen.

  • Die Schulführungskonferenz

In der Schulführungskonferenz laufen, wie im Vorstand, viele Schulprozesse zusammen. Wenn man, wie die Freie Waldorfschule Mannheim, als selbstverwaltete Einrichtung agieren will, muss es neben den anderen Sach- und Themenbezogenen Gremien auch einen Ort geben, an dem Schulführungsfragen besprochen und entschieden werden können. Dort wo es möglich ist, bereitet die Schulführungskonferenz Entscheidungen vor, die von der Schulgemeinschaft in den dafür vorgesehenen Gremien weiterbearbeitet werden, ehe sie das Votum des betroffenen Gremiums berücksichtigend abschließend entschieden werden. SO arbeitet die Schulführungskonferenz beispielsweise in Fragen einer Schulerweiterung sowohl mit den entsprechenden Konferenzen der Unter-, Mittel- und Oberstufe zusammen, als auch mit dem Elternrat, dem Vorsand und dem Beirat und nicht zuletzt auch mit dem Baukreis. Andere Fragen, wie beispielsweise Personalfragen oder Deputatsaufteilungen entscheidet die Schulführungskonferenz autonom und zieht gegebenenfalls den Vorstand beratend hinzu.

Aus der Schulführungskonferenz erfolgen Delegationen:

  • Die Konferenzvorbereitung (Konferenzleiter)

Die Konferenzen bedürfen einer guten Struktur, damit gut gearbeitet werden kann. In der Konferenzvorbereitung treffen sich die Konferenzleiter und bereiten die Konferenzen vor.

  • Der Aufnahmekreis

Die Aufnahme von Kindern in die neuen ersten Klassen wird von einem Kreis erfahrener Lehrer übernommen. Nicht nur Klassenlehrer, auch Förderlehrer gehören zu diesem Kreis. Wesentlich unterstützt wird diese Arbeit durch die Schulärztin Frau Dr. Lorenz.

  • Der Steuerkreis

Der Steuerkreis ist die direkte Verbindung zwischen Elternrat und Schulführungskonferenz. Der Steuerkreis stimmt die Themen ab, die in den beiden Gremien besprochen werden und sorgt für den Informationsfluss zwischen Elternrat und Schulführungskonferenz.,

  • Die Gehaltskommission

In dieser Kommission, denen keine festgelegte Anzahl Mitglieder angehören, werden Fragen der Gehaltsordnung besprochen. 

KONFERENZEN UND GREMIEN MIT VERBINDENDER FUNKTION

Einige Konferenzen, Gremien, Kreise und Delegationen, haben eine Schnittstellenfunktion, die eine gegenseitige Wahrnehmung untereinander fördern und der besseren Koordination dienen sollen:

  • Die Schullebenkonferenz (das Plenum)

an der Schullebenkonferenz nehmen Vertreter aus allen Bereichen der Schule teil, sie steht, bei regelmäßiger Teilnahme aber auch jedem einzelnen zur aktiven Teilnahme offen.

  • Der Kooperationskreis

Im Kooperationskreis verständigen sich die Sitzungsleiter des Elternrates und der Lehrerkonferenzen über die Themen, die aktuell in den Gremien besprochen werden sollen. Der Informationsaustausch soll helfen, die Arbeit der verschiedenen Gremien zu synchronisieren. Da es in den meisten Gremien zwar eine Protokollführung aber kein schriftliches Berichtswesen gibt, das allen anderen Gremien zur Verfügung steht, ist eine direkte Verständigung zwischen den Gremien unerlässlich. Es ist bezeichnend für die Waldorfschule, dass dem „gesprochenen Wort“ eine hohe Bedeutung zukommt. Das hat den Vorteil, dass Themen im Gespräch gemeinsam bearbeitet werden können, der Nachteil liegt in der Verbindlichkeit gemeinsam getroffener Entscheidungen, die unmissverständlich klar formuliert werden müssen und durch eine gewonnene Übereinstimmung mit dem Gesprächspartner von allen Beteiligten auch selbstverständlich angenommen werden. Da dies in vielen Situationen zwar dem gemeinsamen Wunsch entspricht, in der Realität jedoch nicht in Gänze umgesetzt wird, ist eine genaue Abklärung der Gesprächsergebnisse in schriftlicher Form (Ergebnisprotokoll) notwendig.

  • Der Vermittlungsausschuss

Dem Vermittlungsausschuss kommt die Aufgabe zu, im Falle einer Schulvertragskündigung seitens der Schule mit einem Elternhaus zu prüfen, ob alle Verfahrenswege zur Klärung des Konfliktes eingehalten worden sind. Dieses Gremium hat also nicht zur Aufgabe am ANFANG eines Konfliktes nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen, sondern die Trennung möglichst friedlich zu vollziehen. Für die Vermittlung innerhalb eines Konfliktes ist der Vertrauenskreis zuständig.

  • Der Vertrauenskreis

Im Vertrauenskreis der Schule sind Lehrer und Eltern vertreten. In jeder Gemeinschaft kommt es zu Konflikten, die an der Waldorfschule mithilfe der Arbeit des Vertrauenskreises geklärt werden sollen. Diese Arbeit ist je nach Konflikt sehr zeitintensiv und es bedarf sowohl eines hohen Maßes an sozialer Intelligenz als auch Sachkompetenz im Thema des Konfliktes (Schulrecht, Kenntnis des Waldorflehrplans) sowie Neutralität in Bezug auf die Konfliktparteien. (Näheres siehe unter „Lösungswege bei Schulkonflikten“

SCHÜLERRAT UND SCHÜLER AG

In den Gremien der Schulgemeinschaft (Elternrat, Plenum, Vertrauenskreis) sind auch Schüler vertreten, Die Schüler haben aber auch ihr eigenes Gremium, den Schülerrat, in dem sie ihre Belange besprechen und beraten. Als Schüler der Oberstufe wählen sie denSchülerrat, der die Anliegen der Schülerschaft vertritt und in einigen Gremien und Konferenzen beratende Funktion hat. Die Schule unterstützt Schülerinitiativen, wie:

  • Sport AG
  • Schülerzeitschrift
  • Streitschlichter
  • Schülercafé
  • Musik AG (Schulband, Orchester)
  • Schülerfirma
  • Foto- und Film AG

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